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OMR 2026: KI, Vertrauen und Retail Media – und was das für Ihren Handel bedeutet
Hamburg, 5.–6. Mai 2026. Über 70.000 Besucher:innen, mehr als 800 Speaker:innen, rund 1.000 Aussteller auf der Premium Expo – und ein Signal, das lauter kaum sein könnte:
Das digitale Marketing befindet sich mitten im Betriebswechsel. Nicht mehr Experiment. Nicht mehr Zukunftsvision. Sondern gelebte Praxis.
- Amelie Braun
1. KI verlässt den Pilotbetrieb
Das war das dominierende Thema der OMR 2026: Künstliche Intelligenz wird operativ. Unternehmen beschäftigen sich heute nicht mehr mit der Frage ob KI eingesetzt wird – sondern wiesie messbar Wirkung erzeugt.
Im Fokus standen Agentic AI, autonome Workflows, KI-gestützte Customer Experience und AI Search. Letzteres ist für den Handel besonders relevant: Wer in KI-Systemen wie ChatGPT, Gemini oder Perplexity nicht auftaucht, verliert Sichtbarkeit – lange bevor ein Kaufprozess beginnt.
Für den filialisierten Handel bedeutet das konkret:Mediaplanung, Content und Standortkommunikation müssen heute auch für KI-Systeme lesbar und relevant sein.
2. Vertrauen schlägt Reichweite – die Credibility Economy
Auf der OMR 2026 gab es sogar eine dedizierte Session dazu: „State of Social Media 2026 – Die Credibility Economy Era.“ Die Botschaft war klar: Follower-Zahlen allein reichen nicht mehr. Glaubwürdigkeit, Community-Bindung und Authentizität sind die neue Währung.
Creator-Partnerschaften werden langfristiger, Social Commerce professioneller – und der Unterschied zwischen KI-generiertem Content und echter Markenpersönlichkeit wird zum Wettbewerbsfaktor.
Die Parallele zum stationären Handel liegt auf der Hand: Wer lokal verankert ist, echtes Vertrauen genießt und datenbasiert kommuniziert, hat einen Vorsprung, den kein Algorithmus einfach wegoptimiert.
3. Retail Media und Agentic Commerce – der Handel wird zur Plattform
Retail Media war auf der OMR 2026 kein Rand-, sondern ein Kernthema. Besonders diskutiert: „Agentic Commerce“– KI-Systeme, die Kaufentscheidungen künftig aktiv begleiten und mitprägen. Vertreter von Otto Group und Google zeigten auf, wie weit diese Entwicklung bereits fortgeschritten ist.
Dazu rückt First-Party-Data als strategische Grundlage weiter in den Mittelpunkt: Wer eigene Kundendaten besitzt und sinnvoll einsetzt, ist unabhängiger von Drittplattformen – und deutlich wettbewerbsfähiger.
4. Digitale Sichtbarkeit neu denken
AI Search, Zero-Click-Journeys, Content Confidence – die OMR 2026 zeigte deutlich: Sichtbarkeit entsteht heute anders als noch vor zwei Jahren. Marken müssen maschinenlesbar, inhaltlich klar und konsistent kommunizierend auftreten. Nicht wegen Google. Sondern weil KI-Systeme zunehmend die erste Kontaktebene zum Kunden übernehmen.
Unser Fazit aus Hamburg
Die OMR 2026 hat bestätigt, was wir bei Sommer & Goßmann seit Jahren konsequent umsetzen: Technologie allein erzeugt keine Wirkung.Erst in Kombination mit echten Geo- und Adressdaten, lokalem Marktverständnis und strategischer Kanalsteuerung entsteht messbarer Erfolg.
Wer im Handel künftig sichtbar bleiben will, braucht:
✔ Datengetriebene Mediaplanung– regional verankert, lokal wirksam
✔ KI-gestützte Prozesse, die echte Mehrwerte schaffen – nicht nur Effizienz versprechen
✔ Retail Media als strategisches Leistungsfeld– vom digitalen Regalplatz bis zur programmatischen Kampagne
✔ First-Party-Data-Strategie, die Plattformabhängigkeit reduziert
✔ Klare Markenkommunikation, die auch KI-Systeme verstehen und weiterempfehlen