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Black Friday: Prospekt oder Push – was zieht wirklich?
Black Friday ist der lauteste Tag im Handelsjahr. Push-Notifications, Social Ads, E-Mail-Flut, Prospekte im Briefkasten – alle Kanäle schreien gleichzeitig um Aufmerksamkeit. Lohnt sich der klassische Kanal überhaupt noch, wenn digital so viel schneller und günstiger skaliert? Die ehrliche Antwort: Es kommt darauf an – auf Zielgruppe, Standort und vor allem: Timing.
- Maike Meissner
Black Friday ist kein Tag, sondern ein Fenster
Was viele unterschätzen: Der Wettbewerb um Aufmerksamkeit beginnt deutlich früher als gedacht. Schon Ende Oktober nimmt die Werbedichte im Markt spürbar zu und bleibt über mehrere Wochen konstant hoch – wer erst Anfang November startet, ist damit nicht früh dran, sondern liegt bereits hinter dem Feld.
Für die Mediaplanung heißt das: Wer bis kurz vor Black Friday wartet, bespielt nur noch die Schlussphase eines Fensters, das längst läuft – und trifft dabei auf ein Umfeld, in dem der Großteil des Marktes bereits um dieselben Kund:innen wirbt.
Warum die Kosten gerade jetzt in die Höhe schießen
Je näher der Stichtag rückt, desto stärker verändert sich nicht nur die Menge an Werbung, sondern vor allem der Ton: Rabattgetriebene Botschaften verdrängen zunehmend reine Content-Kommunikation. Alle wollen zur gleichen Zeit denselben begrenzten Werbeplatz. Im Digitalen treibt das die CPMs – klassisches Auktionsprinzip, hohe Nachfrage, begrenztes Inventar. Im Klassischen sind begehrte Flächen schlicht ausgebucht oder nur noch mit langen Vorlaufzeiten verfügbar. Das Ergebnis ist dasselbe: Wer erst kurz vor dem Stichtag einkauft, zahlt für weniger Wirkung spürbar mehr Geld – oder bekommt gar keine Platzierung mehr.
Was das für den Kanal-Mix bedeutet
Digitale Kanäle punkten mit Geschwindigkeit – ideal für kurzfristige Preisänderungen und Last-Minute-Deals in der heißen Phase.
Prospekte und Print schaffen Vertrauen und Vorfreude – viele Kund:innen planen ihre Black-Friday-Einkäufe bereits Tage oder Wochen vorher.
Die Kombination entscheidet: Wer Print zur frühen Vorbereitung nutzt und digital den Impulskauf am Stichtag selbst triggert, deckt beide Kaufphasen ab – Planung und Spontankauf.
Eine durchdachte Mediaplanung setzt genau hier an: Klassische und digitale Kanäle laufen nicht getrennt, sondern werden aus einer zentralen Steuerungseinheit heraus orchestriert – abgestimmt auf Standort, Zielgruppe und Timing.
Jetzt handeln, statt im November nachsteuern
Wer die frühen Wochen des Fensters verpasst, konkurriert später mit dem halben Markt um dieselbe Aufmerksamkeit – zu höheren Preisen.
Wir buchen nicht nur Media – wir steuern Wirkung.