Kaufzurückhaltung steigt. Was muss Angebotswerbung jetzt leisten?
Wer sich online über Angebote informiert, bleibt auch digital? Nicht unbedingt.
Wer sich online über Angebote informiert, bleibt auch digital? Nicht unbedingt.
Black Friday ist der lauteste Tag im Handelsjahr. Push-Notifications, Social Ads, E-Mail-Flut, Prospekte im Briefkasten – alle Kanäle schreien gleichzeitig um Aufmerksamkeit.
Werbung taucht zunehmend dort auf, wo Menschen nicht mehr nur suchen oder scrollen, sondern bereits konkret über eine Entscheidung sprechen.
Ende August stellt Google bei Local Inventory Ads die Weichen neu: Lokale Bestandsdaten werden noch enger in Shopping-Kampagnen integriert.
Spannend daran ist weniger das einzelne Google-Feature. Spannend ist die Logik dahinter: Die reale Situation einer Filiale wird zunehmend zum Input für digitale Werbung.
Im deutschen Lebensmittelhandel läuft gerade eine öffentliche Debatte über Bonus-Apps und personalisierte Rabatte. Wer profitiert, wer zahlt drauf – und ist das eigentlich fair für alle Kunden?
Die Frage ist berechtigt. Aber sie lenkt vom eigentlich interessanten Punkt ab.
Denn hinter solchen Programmen stecken längst nicht nur Rabattsysteme. Sie sind auch Erkenntnisquellen: Wer kauft ein? Was wird gekauft? Wann? Und – für die regionale Marktsteuerung besonders spannend – aus welchen Gebieten kommen die Kunden einer Filiale tatsächlich?
Lange wurden sie angekündigt. Jetzt werden sie Realität: Auf den werbefinanzierten Angeboten von Amazon Prime Video und Netflix erscheinen sogenannte Pause Ads – Werbung genau dann, wenn Zuschauer einen Film oder eine Serie pausieren. Ein Moment, den sie selbst gewählt haben und in dem ihre Aufmerksamkeit nicht auf der Handlung liegt.
Viele betrachten Out-of-Home (OOH) noch immer als klassischen Reichweitenkanal. Sichtbarkeit schaffen, Markenbekanntheit erhöhen – und damit endet der Effekt. Die aktuelle MAX-Studie 2026 von WallDecaux zeichnet jedoch ein anderes Bild.
Seit letzter Woche zeigt Google bei Anzeigen an, ob sie mithilfe Künstlicher Intelligenz erstellt oder verändert wurden – über die neue Funktion „Wie wurde diese Anzeige erstellt?“ in Search, YouTube und Discover. Meta kennzeichnet KI-generierte Werbung bereits seit Längerem automatisch. Und auch auf regulatorischer Ebene gewinnt Transparenz weiter an Bedeutung: Mit den neuen EU-Vorgaben werden Unternehmen künftig noch stärker in die Pflicht genommen, den Einsatz von KI nachvollziehbar zu machen.
Wenn die Schulferien starten, sprechen viele Händler reflexartig von der „Sommerflaute“. Weniger Frequenz, andere Tagesrhythmen, Kunden, die scheinbar „weg“ sind.
Aber die Nachfrage verschwindet nicht. Sie verschiebt sich – und zwar zeitlich gestaffelt von Bundesland zu Bundesland.
Gestern hat unsere Geschäftsführerin Bettina Krambo beim Mittelstand-Digital Zentrum Handel einen Satz ausgesprochen, der vielen aus der Seele sprach:
„Lautstärke ist ein Spiel, das der Mittelstand verliert.“
Denn viele filialisierte Händler versuchen noch immer, mit begrenzten Budgets gegen Unternehmen anzutreten, die auf allen Kanälen gleichzeitig präsent sind.
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